Samstag, 17. Januar 2015

10 Fehler, die Sie bei Präsentationen bestimmt nicht machen!

Sie kennen die Situation. Eine Präsentation läuft erst 5 Minuten und Sie haben das Gefühl, es geht schon seit einer Stunde. Es ist langweilig. Sie wissen gar nicht, was die Botschaft ist und vor allem: was das mit Ihnen zu tun hat.
55% aller Präsentationen laufen genau so ab. Warum?
  1. Der Redner stellt sich nicht vor und/oder begrüßt das Publikum nicht.
  2. Der Redner hat sehr viele Fakten und vergisst, seine zentrale Botschaft.
  3. Der Redner schaut seine Zuhörer nicht an, sondern vertieft sich in seine Texte oder       schaut auf einen neutralen Punkt im Raum. 
  4. Noch schlimmer: Der Redner dreht seinen Zuhörern den Rücken zu und liest seine eigene Präsentation vor.
  5. Der Redner versucht möglichst viel zu sagen und denkt, auch er müsse sehr lange sprechen (vielleicht, weil seine Vorredner es auch so taten).
  6. Die Visualisierungen (Beamer-Präsentation, Flipchart-Mitschrift oder mitgebrachte Charts) sind für das Publikum nicht lesbar, wegen schlechter Schrift, zu geringer Größe oder zuviel Informationen. 
  7. Der Redner spricht monoton ohne zu betonen...
  8. ... und vergisst Pausen.
  9. Die Sprechgeschwindigkeit gleicht einem Maschinengewehr-Feuer.
  10. Die Sätze verlieren sich in endlosen Girlanden, wie bei einem Deutsch-Aufsatz in der achten Klasse. 
Bitte denken Sie daran: Der Inhalt muss präzise sein, weil und obwohl er nur zu 10% Anteil an Ihrem Redeerfolg hat. Die anderen 90% gehen übrigens auf das Konto Ihrer Stimme (40%) und Ihrer Körpersprache (50%).

Wer es besser machen möchte, kann ja hier einmal schauen...

Donnerstag, 8. Januar 2015

Wie spricht man eigentlich in WhatsApp?

Na bitte. Es bewegt sich (wieder) etwas in der Sprachforschung. Keine Verteufelung der medialen Entwicklung, sondern aktives Analysieren, was da so passiert.

Sprachwissenschaftler Prof. Peter Schlobinski von der Leibniz-Uni Hannover schaut sich jetzt das Verhalten der Deutschen in WhatsApp etwas genauer an. Welche Formen der Rechtschreibung werden wann verwendet, und wie werden grafische Elemente (Smileys, Emoji) in die Sprache integriert. Und vor allem: welche Auswirkungen hat das auf die deutsche Sprache. 

Spannende Betrachtung, Herr Prof. Schlobinski. Wir freuen uns auf Ihre Bewertungen!


http://www1.wdr.de/themen/digital/whatsapp196.html



Sonntag, 4. Januar 2015

Ein gesegnetes und erfolgreiches 2015!

Wir wünschen allen unseren Kunden, allen Rede-Interessierten ein gesundes und erfolgreiches Jahr 2015!

Im neuen Jahre Glück und Heil,
Auf Weh und Wunden gute Salbe!
Auf groben Klotz ein grober Keil!
Auf einen Schelmen anderthalbe!

Johann Wolfgang Goethe 


Übrigens haben wir unsere Homepage "Reden-Macher" etwas aufgehübscht.

https://sites.google.com/site/redenmacher/home



Dienstag, 18. November 2014

Neue Erkenntnisse für visuelle Effekte bei Präsentationen

Das Sprachverständnis war und ist bei unseren Seminaren immer ein Thema. Was GEHÖRT werden soll muss zunächst von den Ohren in den Kopf und dort verarbeitet werden. Das ist klar. Wie jedoch verstärkende visuelle Reize dabei verarbeitet werden, ist noch nicht vollends erforscht. 

Ein Team der Uni Bielefeld hat nun neue Erkenntnisse in Versuchen gesammelt. In Kurzform: Wenn man zur visuellen Verstärkung von verbindenden Elementen Gegenstände nah zueinander bringt (z. B. in einer Präsentation), hat das zum Verständnis und zur Merkfähigkeit der Zuhörer eine förderliche Wirkung. Umgekehrt verstärken Gegenstände, die entfernt voneinander sind, das Verständnis und die Merkfähigkeit trennender Elemente

Interessant. Hier die Zusammenfassung:



Können wir ja beim Rhetorik-Stammtisch heut gleich einmal verproben.



Freitag, 14. November 2014

Reden über das Reden

Ein Mann steht auf und geht nach vorn. In seinem Kopf pocht das Blut. Er sieht zum Publikum und kann kaum einen Menschen richtig erkennen. Er weiß nicht mehr, was seine Botschaft ist, der Mund ist trocken. Plötzlich hört er sich selbst etwas sagen...

Wer zu unserem letzten Rhetorik-Stammtisch in diesem Jahr, am 18. November 2014 kommt, war i. d. R. zuvor bei einem unserer Seminare. Trotzdem sind auch neue Interessenten gern gesehen!


(18.11.2014 von 16:00 bis 19:00 Uhr in der A.M.M.-Gruppe, August-Bebel-Straße 68 in 14482 Potsdam, 4. OG)







Freitag, 31. Oktober 2014

Die kürzesten Tipps, die es je für eine Rede gab

"Mach`s Maul auf, tritt fest auf und hör` bald auf."

Martin Luther (1483-1546), deutscher Theologe und Reformator, schlug heute vor 497 Jahren seine 95 Thesen an. Weniger bekannt sind seine Aussprüche z. B. zum öffentlichen Reden, wie oben.







Freitag, 24. Oktober 2014

Das dritte F: Warum Spiegel online, Stern und Co. auf dem Holzweg sind

Zugegeben. Es ist schön, wenn andere rhetorische Fehler machen und wir in unserer Sofa-Sessel-Mentalität uns darüber (hämisch) amüsieren können. Wenn solch ein Fehler dann noch die Bundeskanzlerin macht, dann ist die Häme erst recht groß. 

So im Fall des dritten (fehlenden) F bei der Rede der Bundeskanzlerin auf dem IT-Gipfel. Da ist dann von Spott in der Internet-Welt zu lesen, von Ratlosigkeit und von einem rhetorischen Patzer. Was ist eigentlich passiert? Frau Dr. Merkel hat eben nicht abgelesen, sondern das gemacht, was wir alle von Politikern erwarten: Zumindest Teile einer Rede größtenteils frei gehalten. Und da gab es einen kleinen Blackout. Und wer sich die Originalaufnahmen anschaut, stellt fest: Die Kanzlerin hat sehr persönlich und trotzdem absolut professionell reagiert. Das macht sie übrigens sympathisch. 

Ich finde: Mehr in der Öffentlichkeit stehende Personen sollten sich trauen, ihre Reden frei zu halten. Wir gewinnen dann vielleicht wieder eine neue Qualität in der Rhetorik!

Und übrigens: Wer nutzt eigentlich heute noch Festnetz? Ein schönes Wochenende!