Donnerstag, 13. Juli 2017

Christian Lindner und die Bochumer Studenten

Wir beschäftigen uns in diesem Forum immer wieder mit dem Thema Schlagfertigkeit in der Rhetorik. Bei Schlagfertigkeit denken viele immer an den direkten Return in Form von Bumerang, Reflexion, Gegenfragen o. a. (siehe unsere Seminare). Aber natürlich gehört zu Schlagfertigkeit auch das Ausharren und Kontern zum geeigneten Zeitpunkt. In der Praxis sieht das dann aus wie eine Gemengelage. Bei genauem Hinhören (und Hinschauen) ist es aber die Anwendung der Schlagefertigkeitstechniken in zeitlichen Abständen. 

Ein tolles Beispiel dafür liefert der versierte Rhetoriker Christian Lindner vor Studenten der Uni Bochum. 

Zunächst wird Lindner konfrontiert, dann gestört und sogar persönlich angegriffen (z. B. "... verpiss`dich..."). Lindner weicht zunächst nicht zurück, hält dagegen und dann greift er an. Und es gelingt ihm tatsächlich, die Veranstaltung zu drehen.

Im Video der Huffington Post ist das zu beobachten. Schauen Sie sich das an, es ist für rhetorisch Interessierte sehenswert (leider ein sehr kleiner Bildschirmausschnitt):


http://m.huffpost.com/de/entry/17461906 
 
 

Sonntag, 7. Mai 2017

Rhetorik-Club am 05.07.2017

Warum steht der eine im Raum und es ist "Etwas" da und anderen gelingt das weniger? 

Wer zu unserem nächsten Rhetorik-Club am 05. Juli 2017 kommt, war i. d. R. zuvor bei einem unserer Seminare. Trotzdem sind auch neue Interessenten gern gesehen! 


Unsere Themen am 05. Juli: Fortsetzung zur Arbeit mit Bildern und Pausen in Präsentationen und danach Eristik in der Kommunikation.

Über Ihre weiteren thematischen Vorschläge freue ich mich wie immer, natürlich gern auch spontan.

ACHTUNG: Neuer Treffpunkt bei der AMM GmbH ist nun in der Wetzlarer Straße 86 in 14482 Potsdam (hinter Katjes, über Kieser-Training, 3. OG)!

Wie immer gilt: Um den Stammtisch qualitativ durchführen zu können und für Ihr leibliches Wohl zu sorgen, bitten wir Sie um einen Unkostenbeitrag in Höhe von 30,-€. Wir freuen uns über Ihre Rückmeldung bis zum 22.06.2017.


Mit freundlichen Grüßen von




Stefan Schwarz


Freitag, 30. Dezember 2016

Was Silvester mit einem Waldmensch zu tun hat

Silvester selbst ist laut Wikipedia "der letzte Tag des Jahres im westlichen Kulturraum. Nach dem römisch-katholischen Heiligenkalender ist Papst Silvester I. († 31. Dezember 335) der Tagesheilige. Das Jahresendfest hatten bereits die Römer gefeiert, erstmals im Januar zu Beginn des Jahres 153 v. Chr., als der Jahresbeginn vom 1. März auf den 1. Januar verschoben wurde. "

Sprache entwickelt sich. Die Übernahme von Begriffen aus anderen Sprachen und deren Implementierung in die eigene Sprache schafft Dynamik der Sprachentwicklung. Schön eigentlich. Aber manchmal fühlt es sich merkwürdig an, wie bei unserem Silvester.

Der Name Silvester kommt aus dem Lateinischen (silva ‚Wald‘) und bedeutet frei übersetzt "Waldmensch". 

Das Ereignis Silvester geht auf das Jahr 1582 zurück. Damals verlegte die Gregorianische Kalenderreform den letzten Tag des Jahres vom 24. Dezember auf den 31. Dezember, den Todestag des Papstes Silvester I. († 31. Dezember 335). 

Die Feuer-Feste am Jahresende haben übrigens alte germanische Wurzeln. Dämonen, Pech und böse Geister sollten durch Schellen oder auch Peitschen vertrieben werden, sodass uns Glück und Seligkeit durchs neue Jahr begleiten.

Heute geben wir in Deutschland 150 Mio. € für Feuerwerk aus. Wahrscheinlich wissen die Wenigsten, dass der Ursprung die Vertreibung von Dämonen war. 

Wir wünschen Ihnen einen "Guten Rutsch". Diese Redensart hat auch ihre Geschichte. Der "Gute Rutsch" kommt aus dem jiddischen Wort „Gut Rosch“ und bedeutet soviel wie Anfang. Demnach wünschen wir uns mit dem Guten Rutsch nicht nur einen guten Übergang ins neue Jahr, sondern auch einen guten Anfang und gutes Gelingen für geplante Vorhaben im neuen Jahr. Und was ist mit Prosit Neujahr? Prosit kommt aus dem Lateinischen Wortschatz und heißt frei übersetzt „Lass es gelingen“.

Also: Guten Rutsch und Prosit Neujahr.

Übrigens: Der nächste Rhetorik-Club Potsdam findet am 18.01.2017 von 16:00 bis 19:00 Uhr statt. 

Alles Gute wünscht Ihnen Stefan Schwarz.









Sonntag, 27. November 2016

Zum 1. Advent

Liebe Freunde des gesprochenen Wortes!

Zum heutigen 1. Advent möchte ich einen großen deutschen Dichter, Rainer Maria Rilke zitieren:

Advent

Es treibt der Wind im Winterwalde
die Flockenherde wie ein Hirt
und manche Tanne ahnt wie balde
sie fromm und lichterheilig wird.
Und lauscht hinaus: den weißen Wegen
streckt sie die Zweige hin - bereit
und wehrt dem Wind und wächst entgegen

der einen Nacht der Herrlichkeit.



Zum Schmunzeln empfehle ich den traditionellen Klassiker von Stenkelfeld "Weihnachtsbeleuchtung". 

Aus rechtlichen Gründen verlinke ich den Text gern auf die Seite medi-learn.de

Hier finden Sie den Text "Weihnachtsbeleuchtung".


Ich wünschen Ihnen allen einen schönen 1. Adventsabend.

Sonntag, 13. November 2016

Seminar Präzise Formulierung

Seminar zum Thema Präzise Formulierung am Martinstag und dem darauffolgenden Samstag mit der a.v.e. Energieberatungs- und Planungsgesellschaft mbH in der Schorfheide. 

Nach erfolgreichem Seminar wurden wir mit diesem traumhaften Blick am Döllnsee belohnt.





Schön, wenn der November sich für den Oktober beim Wetter so entschuldigt!






Sonntag, 31. Juli 2016

Rhetorik-Stammtisch

Ein Mann steht auf und geht nach vorn. In seinem Kopf pocht das Blut. Er sieht zum Publikum und kann kaum einen Menschen richtig erkennen. Er weiß nicht mehr, was seine Botschaft ist, der Mund ist trocken. Plötzlich hört er sich selbst etwas sagen...

Wer zu unserem nächsten Rhetorik-Stammtisch am 11. August 2016 kommt, war i. d. R. zuvor bei einem unserer Seminare. Trotzdem sind auch neue Interessenten gern gesehen!

Unsere Themen am 11. August: Fortsetzung zur Arbeit mit Bildern und Pausen in Präsentationen und danach Eristik in der Kommunikation.


(11.08.2016 von 16:00 bis 19:00 Uhr in der A.M.M.-Gruppe, August-Bebel-Straße 68 in 14482 Potsdam, 4. OG)

Samstag, 23. Juli 2016

Münchener Polizei liefert rhetorisches Lehrstück

München, Freitag, 22.07.2016 gegen 18:00 Uhr. Die terroristischen Wahnsinnstaten erreichen Deutschland.

Ein mediales Großaufgebot in einem provisorisch eingerichteten Presseraum. Inmitten der aufgeheizten Situation steht, äußerlich ruhig und gelassen, der Mann des Tages: Marcus da Gloria Martins. 

Keine eristische Kommunikation a la Talk -SHOW. Klare Antworten, präzise gesetzt mit den für die Situation angemessenen Adjektiven. Kein einziges Mal entgleitet ihm die Situation. Rhetorische Fragen pariert er souverän. Bei tendenziösen Fragen nimmt er zunächst einmal ab und korrigiert ruhig und sachlich. Selbst als ein Fernseh-Reporter ihm anbietet, weitere, seinem Sender vorliegende Informationen mit der Polizei zu teilen (was zwar nicht unmöglich, aber bei der Professionaliät und dem Polizeiaufgebot zu diesem Zeitpunkt unwahrscheinlich war) bedankt er sich artig und dreht die Kommunikation danach wieder auf seine Aussagen.

Er spekuliert nicht, er bleibt in jeder Phase Herr des Geschehens und absolut seriös.

Man sagt, er sei auch für den Aufbau der Kommunikation der Münchener Polizei via Soziale Netzwerke verantwortlich. Auch diese sehr professionell. 

Alle Achtung und herzlichen Glückwunsch, Herr da Gloria Martins, zu diesem rhetorisch gelungenen Auftritt in einer doch so traurigen Stunde.