Mittwoch, 30. Oktober 2013

Körpersprache kann man nicht eben so einfach trainieren!

"Der Körper ist die Bühne meiner Seele." Das ist ein Zitat aus unserem Rhetorik-Seminar. In der Tat: Körpersprache kann man lesen lernen, man kann das Gefühl für den Körper  trainieren, aber Körpersprache zu trainieren, haben meines Wissens nur Schauspieler in ihrem Studium auf dem Programm. Natürlich kann man seine Beherrschung lernen (und damit auch in gewissem Maße den Körper steuern), aber das findet eben auch im Bewusstsein statt.

Also: bei Reden oder Verhandlungen immer schön hinschauen. Der Körper des Gegenüber verrät eine Menge.






Montag, 16. September 2013

Und sie reden doch miteinander...

Wir alle kennen die ewige Diskussion über die, und mit der Jugend. Seit tausenden Jahren werfen die älteren Generationen den Jungen den Verfall der Sitten und Gebräuche vor (siehe Sokrates, usw.). Aktuell glauben wir alle, dass Jugendliche viel weniger miteinander reden, weil sie immer nur auf das Display ihres Smartphones schauen.

Irrtum, sagt Frau Professor Keppler aus Mannheim. Die Strukturen der Kommunikation verschieben sich, aber absolut reden wir eher mehr als weniger.

Den Text des Interviews aus dem Deutschlandfunk finden Sie hier:


http://www.dradio.de/dlf/sendungen/studiozeit-ks/2249052/






Sonntag, 8. September 2013

Zitat der 37. Kalenderwoche

"Rhetorik ist deshalb ein Problem, weil es schwierig ist, gleichzeitig zu reden und zu denken. Politiker entscheiden sich meistens für eines von beiden."

Mark Twain


Übrigens: Unser Training richtet sich darauf aus, beides zu können. Vielleicht kommen deshalb sowenig Politiker.... 







Sonntag, 25. August 2013

Steinbrück wird offenbart

In Rhetorik-Seminaren lernt man es in den ersten Stunden: Die Sprache ist die Bühne der Seele. Für intellektuelle Kritiker ist sie sogar mehr. Sie ist der Spiegel der kognitiven Tiefgründigkeit. 

Bei der Analyse von Reden geht es nicht so sehr um einzelne "Stilblüten" (die sind natürlich auch schön!), sondern um die Tendenzen, die die Sprache aufzeigt. Schon Martin Luther wusste: "DIe Sprache ist die Scheide, darinnen die Messer des Geistes stecken." 

Fritz J. Raddatz hat den Steinbrück`schen Stil trocken und treffend analysiert. Eine Kolumne, die Spaß macht.


http://mobil.stern.de/politik/deutschland/steinbruecks-rhetorik-bester-beim-blaeh-deutsch-2053032.html?mobil=1

Mittwoch, 21. August 2013

Aufnehmen mit allen Sinnen: Können wir mit den Augen hören?

Wir können! Das fanden jüngst britische Forscher heraus. Wir wissen, dass die Aufnahme von Kommunikation nicht nur über das Ohr und das Auge, sondern (situationsbezogen) über alle Sinnesorgane erfolgt. Die theoretischen Grundlagen dafür legte bereits Paul Watzlawick mit seinen 5 Axiomen

Es gab bislang eine Vielzahl von Versuchen, die optischen und auditiven Sinne zu kombinieren (Töne wurden Farben zugeordnet, etc.). Diese Kombinationen sind erwiesen und werden bereits ausgeübt. Und das sogar in Teilen sehr erfolgreich. Denken wir nur an die Lernmechanismen von Blinden oder gehörlosen Menschen.

Der Versuch, mit den Augen Musik zu entschlüsseln, geht aber noch ein Stück weiter. Interessant!

http://app.handelsblatt.com/technologie/forschung-medizin/musikalische-wahrnehmung-warum-das-auge-manchmal-mehr-hoert-als-das-ohr/8663696.html




Montag, 19. August 2013

Zitat der 34. Kalenderwoche

"Machen Sie sich erst einmal unbeliebt, dann werden Sie auch ernst genommen."

Konrad Adenauer





Dienstag, 6. August 2013

Direkte Kommunikation: Fehlanzeige

Es passiert immer wieder. Ein Text zur (werblichen) Beschreibung eines Produktes oder einer Leistung oder eines Unternehmens wird kreiert. So, dass er bei Kunden eine Assoziation hervorruft. So präzise wie möglich. Er sieht ganz gut aus. Das Ziel wird bei Testpersonen geprüft und erreicht.

Dann sitzen die Fachleute zusammen. Sie sind seit Jahren in ihrem Unternehmen und finden, dass die Leistung oder das Unternehmen doch so viele Merkmale mehr hat, die man in den Text aufnehmen müsste. Danach schauen die Juristen auf den nun schon etwas länger gewordenen Text. Sie finden, dass einige Eventualitäten ausgeräumt werden müssten, schließlich müssen sie das Unternehmen schützen. 

Danach sitzt das Management zusammen. Die (meistens) Herren finden, dass der Text doch den ursprünglichen Inhalt der Leistung (oder des Unternehmens) noch nicht so richtig treffen würde. Die Schleife beginnt von vorn. 

Wann trauen wir uns wieder, Klartext zu reden? Schöner Artikel in der Wirtschaftswoche:


http://www.wiwo.de/erfolg/management/kommunikation-wenn-sich-unternehmen-in-der-sprache-verirren/8575760.html